Technischer Quantensprung
Seit 8 Jahren sind wir bereits mit unserer dreirädrigen Harley-Davidson Freewheeler (im Bild rechts) unterwegs. Nach fast 70‘000 Kilometern läuft das gute Teil mit dem 107-Kubikzoll-Motor (1753 Kubikzentimeter) und einem Stage-1-Tuningkit (Auspuff, Luftfilter, Motorelektronik) zwar nach wie vor ausgesprochen kräftig, doch es gibt eine entscheidende Schwachstelle: Die angetriebene Hinterachse ist eine Starrachse wie bei einem Nutzfahrzeug oder alten Geländewagen. Das schmälert sowohl den Fahrkomfort, vor allem für BeifahrerInnen, als auch die Kurvenstabilität brutal. Nun kommt das Nachfolgemodell Road Glide 3 (im Bild links) mit einer sogenannten De Dion-Hinterachse auf den Markt. Wir vergleichen nach einer kurzen Probefahrt.
Nun zur Technik: Wie bereits erwähnt verfügt der Motor über rund 150 ccm mehr Hubraum. Zudem lassen sich Ansprechverhalten und Fahrdynamik-Regelung dreistufig variieren: Sport, Touring, Regen. Im Vergleich zur bisherigen Freewheeler ist uns vor allem im Sportmodus ein bissigeres Ansprechen beim Anfahren aufgefallen. Im mittleren Drehzahlbereich jedoch kann die Freewheeler mit Stage-1-Tuning voll mithalten. Doch ein Stage-1-Kit soll auch fürs neue Modell bald erhältlich sein.
Ein Rückwärtsgang ist für ein Trike unerlässlich. Bereits unser Modell verfügte über ein per Knopfdruck aktiviertes elektisches System, das als ungefederte Masse ungünstigerweise an der Hinterachse sass, sich leider als zuwenig robust erwies und an unserer Freewheeler bereits nach 5 Jahren repariert werden musste. Auch bei der neuen Road Glide 3 funktioniert der Rückwärtsgang elektrisch, allerdings via den Anlasser und direkt aufs Getriebe (siehe Bild). Die Aktivierung erfolgt etwas anders und reguliert wird die Rückwärtsfahrt nun über den Gasgriff, und zwar ausgesprochen bissig. Mit etwas Unterstützung per Fussbremse lässt sich das Ganze aber gut dosieren und macht insgesamt einen klar robusteren Eindruck.
Nun aber zum wahren Quantensprung. Die neue Hinterachs-Konstruktion, genannt De-Dion-Achse (oberes Bild) bietet besonders über die hierzulande so weit verbreiteten Bremsschwellen einen klar gesteigerten Federungskomfort. Nicht nur ist der Federweg deutlich grösser als beim Vorgängermodell, auch das Ansprechverhalten ist viel geschmeidiger. Vorbei sind die ungehobelten Bocksprünge der bisherigen Starrachse (unteres Bild). Zudem lässt sich die Dämpferrate mit einem einfachen Griff ans Fahrgewicht anpassen.
Bleibt aber doch noch ein Nachteil: Die neue Road Glide 3 misst in der Breite von Kotflügel zu Kotflügel satte 8 Zentimeter mehr als die bisherige Freewheeler. Damit entfernt sie sich bezüglich Wendigkeit, Manövrierbarkeit und Parkierbarkeit noch weiter von einem traditionellen Motorrad weg.
Neben der Hinterachs-Neukonstruktion weist die neue Road Glide 3 gegenüber ihrer Vorgängerin folgende Neuerungen auf. Die sogenannte Shark-Nose-Verkleidung, welche einen effizienten Schutz vor dem Fahrtwind bietet. Unsere Freewheeler wurde damals noch ohne Windschutz ausgeliefert. Wir rüsteten sie später mit einer Custom-Verkleidung im Bat-Wing-Design nach, welche ebenfalls einen spürbaren Windschutz bietet.
Integriert in die so genannte Shark-Nose-Verkleidung der neuen Road Glide 3 ist nicht nur eine Musikanlage, aus der man Hard Rock ab Speichermedium oder über Radio DAB+ erdröhnen lassen kann, sondern auch ein adaptives Digitaldisplay für sämtliche Fahrinformationen und das installierte Navigations-System. Ganz wichtig für uns als Verweigerer von kostenpflichtigen mobilen Daten: Das Navi funktioniert ganz ohne Handy.Nun zur Technik: Wie bereits erwähnt verfügt der Motor über rund 150 ccm mehr Hubraum. Zudem lassen sich Ansprechverhalten und Fahrdynamik-Regelung dreistufig variieren: Sport, Touring, Regen. Im Vergleich zur bisherigen Freewheeler ist uns vor allem im Sportmodus ein bissigeres Ansprechen beim Anfahren aufgefallen. Im mittleren Drehzahlbereich jedoch kann die Freewheeler mit Stage-1-Tuning voll mithalten. Doch ein Stage-1-Kit soll auch fürs neue Modell bald erhältlich sein.
Ein Rückwärtsgang ist für ein Trike unerlässlich. Bereits unser Modell verfügte über ein per Knopfdruck aktiviertes elektisches System, das als ungefederte Masse ungünstigerweise an der Hinterachse sass, sich leider als zuwenig robust erwies und an unserer Freewheeler bereits nach 5 Jahren repariert werden musste. Auch bei der neuen Road Glide 3 funktioniert der Rückwärtsgang elektrisch, allerdings via den Anlasser und direkt aufs Getriebe (siehe Bild). Die Aktivierung erfolgt etwas anders und reguliert wird die Rückwärtsfahrt nun über den Gasgriff, und zwar ausgesprochen bissig. Mit etwas Unterstützung per Fussbremse lässt sich das Ganze aber gut dosieren und macht insgesamt einen klar robusteren Eindruck.
Nun aber zum wahren Quantensprung. Die neue Hinterachs-Konstruktion, genannt De-Dion-Achse (oberes Bild) bietet besonders über die hierzulande so weit verbreiteten Bremsschwellen einen klar gesteigerten Federungskomfort. Nicht nur ist der Federweg deutlich grösser als beim Vorgängermodell, auch das Ansprechverhalten ist viel geschmeidiger. Vorbei sind die ungehobelten Bocksprünge der bisherigen Starrachse (unteres Bild). Zudem lässt sich die Dämpferrate mit einem einfachen Griff ans Fahrgewicht anpassen.
Was BeifahrerInnen verwöhnt, lässt auch den sportlich ambitionierten Fahrer nicht kalt. Statt eines wahren Eiertanzes in mittelschnellen, unebenen Kurven herrscht auf dem neuen Modell stoische Ruhe, so dass ein geübter Fahrer mit der neuen Road Glide 3 nun auch mit den schnellen Zweirad-Harley-Kollegen voll mithalten kann.
Bleibt aber doch noch ein Nachteil: Die neue Road Glide 3 misst in der Breite von Kotflügel zu Kotflügel satte 8 Zentimeter mehr als die bisherige Freewheeler. Damit entfernt sie sich bezüglich Wendigkeit, Manövrierbarkeit und Parkierbarkeit noch weiter von einem traditionellen Motorrad weg.









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